Also, hier mal was über einen der wichtigsten Erfolgs-macher ! Da er traurig war, nicht bei den Spielerinnen erwähnt werden konnte, mach ich jetzt ma extra ne seite über ihn!

Also:

das hier ist er:



Name: André Fuhr

Geburtstag: 11.04.71

Verein/ Spielklasse: HSG Blomberg-Lippe (2. Bundesliga Nord, Frauen)

Vorherige Vereine: TSV Rothenuffeln, HSG Stemmer/Friedewalde

Erfolge als Trainer: Vizemeister 2. Bundesliga Nord 2004 und 2005, Westdeutscher Meister weibliche A-Jugend 2003, 2004 und 2005, Deutscher Vizemeister weibliche A-Jugend 2005



1. André, du bist Trainer in Blomberg, trainierst also 2. Bundesliga Frauen. Bist du schon immer Trainer oder hast du auch hochklassig gespielt?

Ich habe selbst leider nur im mittleren Leistungsbereich gespielt. Habe mich dann recht früh, mit 25, schwerpunktmäßig auf die Trainerlaufbahn konzentriert. Beides war auf die Dauer kaum unter einen Hut zu bringen.

2. Wie bist du zum Trainer geworden?

Angefangen habe ich natürlich im Jugendbereich, schon sehr früh, mit 16, in einer männlichen E-Jugend, die ich dann bis in die A-Jugend begleitet habe. Daneben habe ich mich langsam nach „oben“ gearbeitet, Frauen- und Männermannschaften trainiert. Dazu die notwendigen Trainerlizenzen erworben und ein Sportstudium absolviert.

3. Kannst du als Spieler oder Trainer nennenswerte Erfolge verzeichnen? Welche Augenblicke sind dir von deiner handballerischen Karriere besonders in Erinnerung geblieben?

Es ist ja immer die Frage, was ein Erfolg ist? Das muss auch jeder selbst einordnen und kann sehr unterschiedlich sein, finde ich. Ich erinnere mich noch sehr genau an meine erste Kreismeisterschaft als Spieler in der E-Jugend. Obwohl das jetzt schon fast 30 Jahre (unglaublich) her ist. War irgendwie ein besonderer Moment und der erste „große“ Erfolg. Ansonsten hatte ich natürlich viele schöne und auch traurige Momente. Das gehört im Sport dazu. Siege, die man nicht vergisst, aber auch Niederlagen, nach denen man am liebsten im Boden versinken möchte. Natürlich war auch das DM- Endspiel in diesem Jahr ein großes Erlebnis.

4. Hältst du es für sinnvoll, dass große Talente mehr Förderung erhalten als „Kämpfer“?

Ein großes Kämpferherz ist ganz sicher auch ein Talent und enorm wichtig. Es reicht nicht aus, allein talentiert zu sein. Damit erreicht man seine Ziele auf Dauer nicht. Leider merken das viele „Talente“ zu spät. Ich finde, man sollte jede Spielerin individuell möglichst optimal fördern, die sich für unseren Sport begeistern kann.

5. Wie baust du junge Spieler/ Spielerinnen in dein Team ein? Erhalten sie einen Extra-Status oder werden sie behandelt wie alle anderen auch? Manche Jugendliche können ja noch nicht so gut mit Kritik umgehen wie routinierte Spieler/ Spielerinnen.

Der Alters durchschnitt in unserer Zweitligamannschaft liegt bei gut 19 Jahren. Wir sind damit die jüngste Mannschaft im Bundesligabereich. Es sind also noch alle Spielerinnen sehr jung. Ich versuche sie alle geich zu behandeln, völlig unabhängig vom Alter. Das gilt natürlich auch für die Kritik. Auf Dauer zählt allein die Leistung.

6. Ist es innerhalb einer Mannschaft schwierig, alle Spieler gleich zu behandeln, sprich: Hat man als Trainer/ Trainerin seine Lieblinge, die man unbewusst etwas bevorzugt?

Natürlich sollte man als Trainer versuchen, keine Lieblinge zu haben. Ob mir das gelingt, müsste meine Mannschaft beurteilen. Allerdings hat wohl jeder Trainer Spielerinnen, die er für wichtiger für die Mannschaft hält, als andere und denen er deshalb in manchen Phasen vielleicht etwas mehr Vertrauen schenkt.

7. Was hältst du von Sonderaufgaben für junge Spieler/ Spielerinnen wie Ballträger oder Bakke/Harz-Wart?

Auch bei uns ist es so, dass junge oder neue Spielerinnen häufig diese (unangenehmen?) Aufgaben übernehmen müssen. Das finde ich auch nicht schlimm. Muss jeder mal durchmachen. Außerdem sollten auch und gerade die jungen Leute lernen, dass diese Aufgaben dazu gehören, damit Abläufe in der Mannschaft funktionieren.

8. Hast du schon einmal eine Jugendmannschaft trainiert? Wo liegt der Hauptunterschied zwischen Jugend- und Erwachsenen-Mannschaften? Und zwischen Männer- und Frauen-Teams?

Ich habe eigentlich seit Beginn meiner Trainertätigkeit ständig eine Jugendmannschaft trainiert, Jungen und Mädchen. In Blomberg trainiere ich die Zweitligamannschaft, die weibliche A-Jugend, einmal pro Woche die weibliche D-Jugend und bin Trainer des Landesleistungsstützpunktes. Ich denke, es ist wichtig, jede Spielerin ernst zu nehmen. Unabhängig von ihrem Alter.

Männermannschaften habe ich als selbstkritischer kennen gelernt. Sie können sich offener die Meinung sagen und damit Probleme manchmal schneller finden und so auch leichter lösen.

9. Bist du als Trainer manchmal genervt von der eigenen Mannschaft, den Gegnern, den Schiedsrichtern oder dem Publikum? Wie gehst du mit solchen Situationen um?

Natürlich ist man manchmal genervt. Probleme gehören zum (Trainer-)Alltag und Auseinandersetzungen üben auch gelegentlich einen gewissen Reiz aus. Bin ein offener, manchmal auch lauter Trainer und gehe entsprechend mit den Dingen um. Schiedsrichter brauchen wir in unserem Sport. Man muss versuchen, sich auf sie einzustellen. Ich habe großen Respekt vor ihrer, sicher oft nicht leichten Aufgabe. Wünsche mir aber auch hier einen offenen Umgang untereinander, Kritikfähigkeit auf beiden Seiten, was in den höheren Klassen manchmal leichter zu sein scheint.

10. Was würdest du versuchen, an Jugendspielern zu spezialisieren? Eher die Dynamik trainieren oder die Ausdauer, Kraft? Welche speziellen (1:1-)Bewegungen?

Wichtig für Jugendspieler ist eine breite, möglichst umfassende Ausbildung. Das gilt für den technischen, aber auch für den physischen Bereich. Ballbehandlung, technische Vielseitigkeit (Wurf-, Täuschungsvarianten) und Kreativität sind dabei wichtige Komponenten. Im physischen Bereich versuchen wir möglichst vielseitig und altersgerecht zu arbeiten. Die Verletzungsvorbeugung spielt dabei eine wichtige Rolle.

11. Unter welchem Motto lässt du dein Team trainieren und unter welchem Motto würdest du Jugendmannschaften trainieren lassen?

Motto? Ich denke nicht, dass wir ein bestimmtes Motto haben. Letztlich muss man sich Ziele setzen. Jeder individuell und wir alle als Mannschaft. Und die versuchen wir dann zu verfolgen und zu erreichen. Dazu gehören Ehrgeiz, Disziplin und eine Menge Durchhaltevermögen.

12. Was würdest du jugendlichen Handballern/ Handballerinnen raten?

Ich weiß nicht, ob es mir zusteht, jemandem etwas zu raten. Vermisse heute manchmal den letzten Ehrgeiz und Willen, gerade bei jungen Leuten. Kann keine Spielerin verstehen, die das Ziel hat, in die Bundesliga zu kommen, aber in der A-Jugend nur zwei Mal pro Woche trainiert. Um hohe Ziele zu erreichen, muss man auch Entbehrungen in Kauf nehmen. Dazu fehlt heute vielen jungen Leuten die Bereitschaft. Der Sport sollte hinter Schule oder Ausbildung an zweiter Stelle stehen. Wenn man sein Ziel definiert hat, muss man sich auch realistische Gedanken darüber machen, wie man es erreichen kann. Spielerinnen verkennen dabei manchmal die Unterschiede zwischen Oberliga und Bundesliga und den Ansprüchen, die dort gestellt werden. Der Weg zum Ziel ist sicher oft nicht so einfach und auch nicht immer nur angenehm. Das dürfte allerdings kaum ein handballspezifisches Problem sein.

QUELLE: http://www.handballregion-hannover.de/Nachwuchs/html/andre_fuhr.html


hier noch ein foto von Harald Wallbaum, dem Manager!!!

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